Bus GöVB bei Schnee

Linienbetrieb bei Winterwetter

Wie funktioniert der Linienbetrieb bei Winterwetter und was bedeutet das für Fahrgäste

In Göttingen ist Winter, der Schnee fällt, und die Straßen müssen vielleicht noch geräumt werden. Überfrierende Nässe macht die Straßen teilweise unbefahrbar – da stellt sich die Frage: Wie läuft dann unser Linienverkehr?

Grundsätzlich gilt: Der Busbetrieb wird so lange aufrechterhalten, wie es die Straßenverhältnisse sicher zulassen und weder Fahrgäste noch unser Fahrpersonal gefährdet werden. Das bedeutet, unsere Kolleginnen und Kollegen aus der Leitstelle treffen stets eine aktuelle Entscheidung, welche Strecken und Haltestellen unter den jeweiligen Wetterbedingungen noch bedient werden können und welche nicht. Dafür stehen sie in engem Austausch mit dem Fahrpersonal, dem Außendienst und externen Stellen wie z.B. der Stadt, den Räumdiensten oder auch der Polizei und Feuerwehr.

Anpassungen oder auch eine vorübergehende Einstellung des Betriebs erfolgen nach sorgfältiger Abwägung – mit dem Ziel, Beeinträchtigungen für unsere Fahrgäste so gering wie möglich zu halten. Sicherheit hat dabei aber immer oberste Priorität. Es kann daher zu Verspätungen oder kurzfristigen Ausfällen kommen.

Wir bitten um Verständnis für eventuelle Unannehmlichkeiten und haben zur besseren Orientierung häufig gestellte Fragen zu diesem Thema für sie zusammengestellt.

Häufig gestellte Fragen zu den Auswirkungen des Winterwetters

Aktuelle Informationen zur Betriebslage mit laufenden Updates gibt es über unsere Webseite www.goevb.de sowie auf unseren Social-Media-Kanälen bei Instagram und Facebook

Zusätzlich aktualisieren wir die elektronischen Fahrplaninformationen und informieren über unsere digitalen Anzeigetafeln (DFI-Anzeiger) an rund 50 Haltestellen im Stadtgebiet. Während der Öffnungszeiten sind auch die Kollegen*innen im Kundenzentrum persönlich oder über die Hotline (0551 38444-444) erreichbar.

Grundsätzlich empfehlen wir allen Fahrgästen vor Fahrtantritt ihre Echtzeit-Verbindungen in der Fahrplanauskunft oder der FahrPlaner-App zu prüfen und – wenn möglich – mehr Zeit einzuplanen.

Nicht alle Strecken sind gleichermaßen betroffen. Besonders Steigungen, enge Straßen oder schlecht geräumte Abschnitte können dazu führen, dass einzelne Linien oder Teilstrecken vorübergehend nicht bedient werden. Bei uns sind die "Göttinger Höhenlagen" oft als erstes von den Einschränkungen betroffen. Dazu zählen die Orte/Bereiche Esebeck, Hetjershausen, Rosdorf/Hamberg, Geismar, Oststadt, Roringen, Nikolausberg und Weende. Daher sind unsere zwei eigenen Räumfahrzeuge überwiegend hier im Einsatz, um die Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) zu unterstützen. Trotzdem müssen wir, insbesondere in den Höhenlagen, manchmal den Betrieb einstellen. Fahrgäste finden seit Dezember 2025 an rund 100 Haltestellen in den genannten Bereichen Hinweisplakate mit QR-Codes. Über diese QR-Codes können haltestellenbezogene Echtzeit-Informationen zu Abfahrtzeiten, Verspätungen und wetterbedingte Hinweise abgerufen werden. Eine Ausweitung dieses Services an alle weiteren Haltestellen ist geplant.

Alle Verkehrsteilnehmer sind bei Eis und Schnee vorsichtiger und langsamer unterwegs. Es kommt zu Verzögerungen im gesamten Straßenverkehr und unsere Busse sind mittendrin. Zusätzlich können durch Unfälle und Pannen spontane Behinderungen und zuweilen auch längere Sperrungen auftreten, die den Linienweg blockieren. In solchen Fällen bleiben Busse auf der Strecke stecken und nachfolgende Fahrten werden nach Möglichkeit umgeleitet. Aber besser verspätet ans Ziel als gar nicht, denn gerade auch im Winter gilt bei uns: Die Sicherheit der Fahrgäste, des Fahrpersonals und aller anderen Verkehrsteilnehmer hat absoluten Vorrang.

Ob es zu einer teilweisen Einstellung bzw. Umleitung des Busverkehrs kommt, liegt im Ermessen der Verkehrsmeister in der Leitstelle. Diese können aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung abwägen, ob es für alle Verkehrsteilnehmer sicherer ist, gewisse (Teil-) abschnitte zu umfahren. Steht aufgrund extremer Witterungsverhältnisse ein Komplettausfall des Göttinger Busverkehrs zur Diskussion, berät ein kleiner Krisenstab bei der GöVB über die zu ergreifenden Maßnahmen und stimmt sich hier auch mit zuständigen externen Akteurinnen und Akteuren, z.B. bei der Stadt oder den GEB ab. Die Entscheidung über die Betriebseinstellung trifft letztlich die Betriebsleitung.  

Auch wenn Hauptstraßen geräumt sind, können Nebenstraßen, Wendeschleifen oder Haltestellen vereist und damit nicht sicher befahrbar sein. Diese Bereiche sind für den Busbetrieb entscheidend.

 

Unsere Werkstatt verwendet bei allen Bussen ganzjährig M+S Reifen, die für den Winterbetrieb zugelassen sind und das Alpine-Symbol tragen. Diese werden regelmäßig von den Mitarbeitern/innen der Werkstatt gewartet und beispielsweise auf die Profiltiefe hin überprüft. Auf allen Antriebs- und lenkenden Achsen werden nur Reifen mit mindestens 4 mm Profiltiefe eingesetzt. Auf die lenkenden Achsen werden ausschließlich neue Reifen gesetzt. 

Unabhängig von der technischen Ausstattung der Fahrzeuge gilt: Bei festgefahrenen Schneedecken, die vereisen, hilft auch der beste Reifen nichts. Bei diesen Verhältnissen kann die Sicherheit der Fahrgäste und des Fahrpersonals nicht mehr gewährleistet werden.

Mehr Infos: Bericht in der HNA vom 09.01.26: “Stadtbusse fahren mit wintertauglichen Reifen”

Bitte informieren sie sich vor Fahrtantritt über den aktuellen Betriebsstatus und ihre geplanten Verbindungen. Planen sie mehr Zeit für die Fahrt ein, halten sie ausreichend Abstand an den Haltestellen und befolgen sie die Anweisungen unseres Fahrpersonals. 

 

 

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